Funktionen
Suche
Mein Benutzerkonto
Benachrichtigungen
Schnellzugriff
Willkommen in Studen
Verwaltung
Politik
Freizeit
Wirtschaft
Gesellschaft
Weiteres
Kontaktformular
App Download
Impressum
powered by anthrazit
 
logo
Zurück
Ich bin kein Roboter. Sollten Sie ein Benutzer sein, können Sie dies durch Eingabe des Codes auf dem Bild bestätigen. Danach erhalten Sie den vollständigen Funktionsumfang.
 
schliessen
Bildergalerie

Mission Studen 2024

Am Samstg, 14. September 2024, trafen sich rund 60 Einwohnerinnen und Einwohner, um im öffentlichen Interesse mitanzupacken. Unter dem Titel «Mission Studen» vereinigte die Gemeinde verschiedene Anlässe im Bereich der Nachhaltigkeit.

Ursprünglich wollte unser Hauswart, Patrick Vogel, die Rabatten rund um das Schulhaus ökologisch aufwerten, mehr Biodiversität hineinbringen und hierzu einen Anlass organisieren. Kurz darauf kam der Aufruf, am Clean-up-day mitzumachen und Abfälle ein­zusammeln. Gleichzeitig war es der Arbeitsgruppe «Zusammenleben in Studen» ein grosses Anliegen, die im März erarbeitete Charta «Zusammen­leben in Studen» der Bevölkerung vor­zustellen.

Der Gemeinderat beschloss, all diese Anlässe an einem einzigen Tag durch­zuführen, um Synergien zu nutzen. Die verschiedenen Tätigkeiten hatten alle etwas mit Nachhaltigkeit zu tun. Denn Nachhaltigkeit umfasst ja bekanntlich die drei Säulen: Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft. Das Erstellen einer Ruderalfläche oder das Einsammeln von Ab­fällen, kommen der Umwelt zugute. Die Bemühungen, das Zusammenleben der verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu intensivieren, gehört in den Bereich «Gesellschaft». Dass uns zwei eritrei­sche Frauen so lecker bekochten und der Gemeinde das Essen offerierten, brachte den Teilnehmenden einen ökonomischen Vorteil – so gesehen ist auch die dritte Säule der Nachhaltigkeit abgedeckt.

Hier ein Rückblick auf einen ereig­nisreichen Tag:

Biodiversität auf dem Schulhausareal

Unter fachkundiger Anleitung von Va­lérie Rossel und Adrian Rennert, wurde das Bandeli zwischen «blauem Schul­haus und Pausenplatz» zu einer Ruderalfläche umgestaltet. Eine Ruderalfläche besteht aus Kies, Schotter und Sand. Steinhaufen, Totholz und Ast­haufen geben Struktur. Laut Wikipedia beherbergt eine Ruderalfläche eine sehr spezielle Lebensgemeinschaft von Pflanzen (Ruderalflora), Tieren und Pilzen, sogenannten Pionierarten. Für diese Tier- und Pflanzenarten ist dieses Gelände ein wichtiger Lebens­raum. Um diese Fläche herzustellen, war viel körperlich anstrengende Ar­beit gefragt.

Valérie Rossel rief dazu auf, auch im eigenen Hausgarten auf mehr Biodi­versität zu achten und entsprechende Konzepte umzusetzen. Adrian Rennert bestätigte, dass sich sein Beruf als Gärtner in den letzten Jahren enorm verändert hat, weil man heute ökologi­sche Aspekte höher gewichte als früher.

Kampf gegen Neophyten im Wald

Hauswart und Hauptorganisator, Pa­trick Vogel, entfernte mit seiner Grup­pe invasive Neophyten im Wald. Das sind Pflanzen, welche absichtlich oder unabsichtlich eingeschleppt wurden und hier früher nicht «heimisch» wa­ren. Sie sind deshalb problematisch, weil sie sich ungefragt ausbreiten und so einheimische Pflanzenarten zurückdrängen, was das ökologische Gleichgewicht durcheinanderbringt.

Insektenhotels und Blumentöpfe für Wildsträucher

Die Kinder- und Jugendarbeit Brügg und Umgebung hat mit den Kindern und ihren Eltern lustige Insektenho­tels gebaut. Diese gewähren Wildbie­nen und anderen «Hohlraumbesied­lern» willkommene Nistmöglichkeiten. Auch wurden Blumentöpfe bunt ange­malt und mit einheimischen Wildpflan­zen bestückt.

Clean-up-day und water lover challange

Andere Gruppen zogen mit Leucht­westen, Greifzangen, Handschuhen und Abfallsäcken ausgerüstet durchs Dorf und sammelten achtlos liegen­gelassene Abfälle zusammen. Ziga­rettenstummel sammelten sie separat in Petflaschen, weil sie sich so besser zählen (schätzen) liessen. Eine einzige Zigarette kann bis zu 1000 Liter Was­ser verschmutzen. Sie enthält rund 5000 chemische Verbindungen, wovon mindestens 150 als hoch giftig gelten. Eigentlich komisch, dass die gesell­schaftliche Akzeptanz immer noch so hoch ist, wenn jemand seine Kippe auf die Strasse wirft!

Eritreische Spezialitäten zum Zmittag

Am Mittag wurden die Anwesenden von Tiebe Mehari und Muna Tsehaye mit traditionellen eritreischen Spei­sen kulinarisch verwöhnt. Die meisten von uns zogen es vor, die Leckereien mit Gabel und Messer zu essen, obwohl man in Eritrea von Hand isst.

Charta «Zusammenleben in Studen»

Gemeinderat Roland Ludi stellte die Charta «Zusammenleben in Studen» vor. Sie beinhaltet jene Werte, die uns beim Zusammenleben wichtig sind, wie Offenheit, Respekt, Toleranz, Auf­merksamkeit und Hilfsbereitschaft. Wer diese Werte teilen kann und mit­tragen will, durfte die Charta unter­zeichnen. Die Charta liegt nun in der Gemeindeverwaltung auf. Anstatt die Werte in zig verschiedene Sprachen zu übersetzen, engagierte die Gemeinde Frau Marie-Luise Schneider. Die Im­provisatorin und Tänzerin brachte uns diese Werte mit einer künstlerischen Performance (Mischung aus Tanz und Pantomime) näher. Sie erntete viel Lob – denn im Vorfeld konnte sich niemand vorstellen, wie man «Werte» tanzen kann.

Eröffnung «Grüessech-Woche»

Schöne Worte in der Charta genügen nicht. Die Werte müssen nach aussen getragen werden. Hierfür hat der Ge­meindeschreiber, Oliver Jäggi, im Namen des Projektteams und des Ge­meinderats die «Grüessech-Woche» eröffnet. Die Schülerinnen und Schü­ler der Oberstufe gestalteten bunte «Grüessech»-Plakate, welche die Stra­ssenränder von Studen schmücken. Sie sollten uns daran erinnern, dass wir uns wieder vermehrt grüssen im Dorf, auch wenn wir uns nicht mehr alle ken­nen. Denn mit dem Gruss nehmen wir unser Gegenüber wahr und zollen Re­spekt. Beim dritten oder vierten Gruss haben wir schon ein Lächeln auf den Lippen und beim fünften kommen wir vielleicht sogar ins Gespräch. Neue Be­kanntschaften und bestenfalls sogar Freundschaften können entstehen.

Die Stimmung am Anlass war sehr gut. Trotz anstrengender oder teilweise et­was «gruusiger» Arbeit, waren alle bes­tens gelaunt und haben viel gelacht.

Text Patrick Vogel

Fotos Fritz Maurer

Hauptstrasse 61
2557 Studen

 info[at]studen.ch  +41 32 374 40 80
powered by anthrazit
powered by anthrazit
  • Teilen
    • Teilen
    • QR Code
    • E-Mail
    • Auf Linkedin teilen
    • Auf Twitter verbreiten
    • Auf Facebook empfehlen
    • Link kopieren
    • Abbrechen
  • Favoriten
    • Meine Favoriten
    • Hinzufügen
    • Anzeigen
    • Abbrechen
...