Projekt "Schulareal-Entwicklung"
Studen | Aegerten | Schwadernau | |
Veränderung in % | 3.1% | 9.1% | -21.7% |
Veränderung absolut | 13 | 22 | -5 |
2025/26 | 431 | 264 | 18 |
2024/25 | 453 | 267 | 15 |
2023/24 | 452 | 247 | 21 |
2022/23 | 444 | 250 | 18 |
2021/22 | 426 | 242 | 23 |
2020/21 | 418 | 242 | 23 |
So weist die Gemeinde Studen zwar über fünf Jahre ein Wachstum von 13 schulpflichtigen Kindern auf, die Schülerzahl hat sich indes allein zum jetzt laufenden Schuljahr um 22 Kinder reduziert. Die Bautätigkeit, insbesondere in Aegerten, hat zeitlich versetzt zu einem Anstieg der Schülerzahlen geführt. In beiden Gemeinden ist kaum abschätzbar, wie sich die geplanten, bewilligten oder im Bau befindlichen Gebäude auf die nächsten fünf bis zehn Jahre auswirken. Somit sind auch Prognosen über diesen Zeitraum hinaus bestenfalls spekulativ und nicht seriös möglich. Aktuelle Zahlen weisen darauf hin, dass sich die Schülerzahlen stabilisieren könnten und lediglich eine vorübergehende Wachstumsphase überwunden werden muss.
Aufgrund des im Organisationsreglement verankerten Schulsystems muss für das Schuljahr 2025/26 eine grosse Klasse mit 33 Schülern geführt werden. Eine Halbierung der Klasse wird vom Kanton aus nachvollziehbaren Gründen nicht bewilligt. Da gleichzeitig eine zusätzliche 3./4. Mischklasse geführt wird, bestand kurzfristiger Bedarf an zusätzlichem und vor allem grösserem Schulraum. Der Gemeinderat Studen hat sich deshalb für eine bescheidene Erweiterung und gegen teure bauliche Massnahmen entschieden.
Durch das Aufstellen von Containern auf dem Schulareal konnte dieser zusätzliche Schulraum – dank der tatkräftigen und unbürokratischen Mitarbeit aller Beteiligten – rechtzeitig zum neuen Schuljahr bereitgestellt werden. Die Container werden von zwei Klassen belegt, sodass der Raum optimal genutzt wird. Im Sinn der Nachhaltigkeit wurden die Container gebraucht von der Gemeinde Bäriswil erworben, welche darin einen Kindergarten betrieb.
Die mittelfristige Planung des Gemeinderates Studen sieht vor, das Gebäude an der Hauptstrasse 59 zu ersetzen. Die Stimmberechtigten werden darüber zu befinden haben. In diesem Ersatzbau soll die Schulbibliothek untergebracht werden. Dadurch entsteht die Möglichkeit, auf dem Schulareal zusätzlich ein Schulzimmer und einen Gruppenraum einzurichten, sodass die Container wieder anderweitig genutzt werden können und gleichzeitig eine strategische Reserve entsteht. Gleichzeitig ist angedacht, die neue Bibliothek multifunktional und modern auszugestalten und eine öffentliche Nutzung (Kaffeetreff, Co-Working usw.) zu ermöglichen. Die öffentliche Nutzung soll primär durch Mieteinnahmen aus den Obergeschossen finanziert werden und nicht den allgemeinen Finanzhaushalt belasten.
Des Weiteren ist das ehemalige Abwartshaus auf dem Schulareal unternutzt, die Belegung ist aktuell ungenügend. Dort wird eine Lösung gesucht, um Nebennutzungen wie Logopädie, integrative Förderung, Deutsch als Zweitsprache oder Ähnliches oder eine Klasse zur besonderen Förderung unterzubringen. Ganz generell bietet sich dieses Gebäude bei zusätzlichem Bedarf für eine preiswerte Aufstockung mit zwei Schulräumen an und stellt damit eine strategische Reserve dar. Für die eingemietete Spielgruppe wird nach einem idealen Ersatzstandort gesucht. Die weiteren Gespräche zur Lösung sind für das zweite Halbjahr 2025 vorgesehen.
Damit ist der separate Neubau eines Schulhauses vorderhand vom Tisch. Innerhalb des Areals gibt es vorläufig genügend Möglichkeiten, ein moderates Wachstum mit weiteren betrieblichen oder kleineren baulichen Massnahmen zu verkraften.
Die Planung der seit Längerem diskutierten und von der Gemeindeversammlung verworfenen Turnhalle wird nun wieder in Angriff genommen. Der Schulbetrieb kann – dank der Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schwadernau (auch an dieser Stelle nochmals unseren herzlichen Dank!) – bislang aufrechterhalten werden. Allerdings sind die Kapazitäten am Limit, und die Gebäude werden nicht jünger. Während der weiteren Planung sollen die Hauptargumente für die Ablehnung durch den Stimmbürger möglichst aufgearbeitet und berücksichtigt werden. Ziel ist es, einerseits eine Zwei- anstelle einer Dreifachhalle zu realisieren, andererseits muss ein Konzept für die Nutzung der bestehenden Anlage erarbeitet werden. Die untere Halle soll weiterhin primär dem Schulbetrieb dienen, für die obere Halle mit viel Tageslicht wird die optimale Verwendung geprüft. Die Versiegelung von Grünflächen soll möglichst geringgehalten werden, und die Kosten für die Gemeinde sollen tragbar sein. Da mit den verschiedenen Massnahmen im Schulbetrieb bis auf Weiteres auf ein neues Schulhaus verzichtet werden kann, sollte aus heutiger Sicht eine vernünftige Turnhalle finanzierbar sein. Bis diese dann allerdings in Betrieb ist, wird noch einiges Wasser den Sagibach hinunterfliessen.
Im Namen des Gemeinderates Studen
Heinz Lanz, Gemeindepräsident
Weitere Informationen zum Projekt "Schulareal-Entwicklung" finden Sie auf der Gemeinde Website .