Einwohnergemeinde Studen
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2557 Studen
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GESCHICHTE
Schon früh war das Gebiet des heutigen Studen besiedelt. Die ersten Spuren stammen aus der Zeit rund 1000 v. Chr., die letzten aus dem Hochmittelalter.
Die Blüte erreichte der Hügelzug des Jensberges jedoch mit der Siedlung Petinesca, die etwa vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis zum 3. Jahrhundert n. Chr. in Betrieb war.
Die Siedlung war verkehrsgünstig an der Route von Aventicum (heutiges Avenches) nach Salodurum (heutiges Solothurn) sowie an der Verbindung Richtung Pierre Pertuis gelegen. Petinesca stellte demnach gleichermas- sen einen Knotenpunkt und Etappenort dar.
Petinesca war zur damaligen Zeit eine Festung mit entsprechenden Wällen und Palisaden. Schon zur Zeit der Römer wurde dort Kies abgebaut und ein Dorf entwickelte sich bei der Festung und der Abbaustelle. In der Hochblüte wohnten im Dorf rund 2‘000 Leute; die Infrastruktur war gut ausgebaut und es gab viele Handwerksbetriebe, Anschluss an die Wasserwege, aber auch Tempel, deren Überreste im Gumpboden (auf dem Jensberg) noch heute sichtbar sind. Ähnlich gross waren damals noch Salodurum und Brenodurum (Bern/Engehalbinsel).
Heute sind die Ausgrabungen der ehemaligen Siedlung Objekte nationaler Bedeutung und können frei zugänglich besichtigt werden.
Das moderne Studen ist nachweislich erstmals am
12. November 1257 erwähnt worden. Im Jahre 1388 wurde Studen bernisch.
In früherer Zeit war das hier vorhandene Land nicht besonders frucht- und nutzbar - das Gelände war von Sumpf und Überschwemmungen geprägt. Die erste Juragewässerkorrektion schaffte dem Abhilfe (Beginn 1868, Abschluss 1891). Auch die in den 1960er-Jahren erfolgte Güterzusammenlegung trug zur Wertsteigerung des Landes bei. Bis zu diesem Zeitpunkt war Studen ein eher ärmeres Dorf, was sich jedoch änderte, als grössere Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt werden konnten.
Heute ist Studen eine finanziell solide Gemeinde mit einem sehr guten Angebot an Arbeitsplätzen, Wohnbauten, verkehrstechnischer Erschliessung sowie überdurchschnittlicher Infrastruktur. Einen wesentlichen Beitrag zum heutigen Wohlstand hat auch die 1999 eröffnete S-Bahn-Station geleistet.
GEMEINDEWAPPEN
Das für Studen stehende Gemeindewappen in Form einer Tanne, welche aus einer Weide heraus wächst, ist nicht eine Fabelpflanze, sondern beruht auf einer realen Begebenheit:
Um die Jahrhundertwende 1900 stand auf dem heutigen Wydenplatz eine respektable Weide. Mitten aus deren hohlen Stock spross durch Zufall eine Tanne, welche sich recht gut entwickelte. Dieses „Naturphänomen“ veranlasste unsere Vorfahren offenbar dazu, das Gemeindewappen danach zu gestalten.

Auf dem heutigen Wydenplatz steht kein Baum mehr, sondern vielmehr ein Kreisel an der Kantonsstrasse Lyss – Biel sowie Studen – Büetigen. Immerhin verfügt auch der heutige Kreisel über eine gewisse Bepflanzung, die aber mit der ursprünglichen Weide nichts mehr zu tun hat.


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